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Ausfuhrkennzeichen / Zollkennzeichen: Wann nötig, wie beantragen & Kosten

Wann benötige ich ein Ausfuhrkennzeichen?

Das sogenannte Ausfuhrkennzeichen, dessen Vorgänger das Zollkennzeichen war, gibt es seit Ende der 1990er Jahre.

Das Ausfuhrkennzeichen benötigt man, wenn man ein in Deutschland ein abgemeldetes Fahrzeug oder ein neues Fahrzeug ins Ausland überführen will. Die Ausfuhrkennzeichen werden mit einer Gültigkeitsdauer von mindestens 14 Tage bis zu einem Jahr ausgestellt.

Nach Ablauf des Gültigkeitsdatums wird das Kennzeichen in Deutschland ungültig.

Des Weiteren benötigt man eine Haftpflichtversicherung. Die meisten Versicherer bieten hier spezielle Ausfuhrversicherungen an, die europaweit gültig sind. Bei Überführungen ins übrige Ausland muss auf erweiterten Versicherungsschutz geachtet werden.

Ausfuhrkennzeichen haben dieselbe Größe wie normale Kennzeichen. Auf den Ausfuhrkennzeichen gibt es nur die Stadtkennung oder Landkreiskennung und eine Zahlenkombination und danach nochmals einen Buchstaben.

Am rechten Kennzeichenrand befindet sich ein roter Balken. Hier ist der Ablauf des Ausfuhrkennzeichens mit Tag / Monat / Jahr vermerkt. Der letzte Tag zählt voll, d.h. bis Ablauf der 24. Stunde. Das blaue Eurozeichen fehlt beim Ausfuhrkennzeichen. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer können die Kennzeichen entsorgt werden. Sie brauchen nicht zurückgegeben werden.

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?

Die Kosten für die Beantragung eines Ausfuhrkennzeichens sind in Deutschland regional verschieden.

Durchschnittlich liegen die Preise zwischen 30 € und 35 €. Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichenprägung.

Mittlerweile gibt es jedoch Dienstleister, bei denen Ausfuhrkennzeichen online beantragt werden können. Bei Zusendung der entsprechenden Unterlagen wickeln diese Dienstleister wie z.B. zollkennzeichen.de den Behördengang im Auftrag ab und senden die Ausfuhrkennzeichen an die angegebene Adresse. Zudem stellen solche Online-Services meistens eine kostengünstigere Alternative dar.

Wussten Sie schon..?

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Welche Unterlagen brauche ich für die Beantragung eines Ausfuhrkennzeichens?

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Bei Beauftragung Dritter: Vollmacht und Personalausweis
  • Versicherungsnummer
  • Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II),
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
  • gesiegelte Kennzeichenschilder (bei angemeldeten Fahrzeugen),
  • Hauptuntersuchungsbericht (HU) für den gesamten Gültigkeitszeitraum des Ausfuhrkennzeichens, soweit erforderlich.

Wichtig: Bei Beantragung eines Ausfuhrkennzeichens behält es sich die zuständige Zulassungsstelle vor, die zu überführenden Fahrzeuge zu überprüfen. In der Regel müssen die betreffenden Fahrzeuge also vorgefahren werden. Es sei denn, es handelt sich um Neufahrzeuge oder die letzte Hauptuntersuchung liegt nicht mehr als vier Wochen zurück.

Unterschied zwischen Ausfuhr- und Kurzzeitkennzeichen?

Das Ausfuhrkennzeichen wird in der Fachsprache auch Internationale Kurzzeit-Zulassung genannt. Mit dieser Bezeichnung wird zugleich auch der Unterschied zum Kurzzeit-Kennzeichen mit gelben Rand deutlich:

Kurzzeit-Kennzeichen werden im Ausland nicht ohne Weiteres akzeptiert. Denn genau genommen sind Kurzzeit-Kennzeichen und der entsprechende Fahrzeugschein keine offiziellen Zulassungsdokumente, da die für nur fünf Tage „zugelassenen“ Fahrzeuge nicht den strengen Auflagen unterliegen wie die normale Zulassung oder die Ausfuhrzulassung.

In den EU-Mitgliedsstaaten ist das Kurzzeit-Kennzeichen jedoch für solche Zwecke gestattet. Auch einige andere Staaten außerhalb der EU tolerieren das Kurzzeit-Kennzeichen.

Die Beantragung eines Kurzzeit-Kennzeichens bei der zuständigen Zulassungsstelle kostet durchschnittlich rund 30 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichen-Prägung.

Ist ein Fahrzeug mit Zollkennzeichen steuerpflichtig?

Mit dem Antrag eines Ausfuhrkennzeichens bei der Zulassungsbehörde wird auch eine Kfz-Steuer fällig. Diese muss meist für ganze Monate entrichtet werden. In der Regel nutzt man hierfür das Lastschriftverfahren.

Ausfuhrkennzeichen: Muss das Auto TÜV haben?

Das Fahrzeug, für das das Ausfuhrkennzeichen erstellt werden soll, muss zwingend TÜV haben. Schließlich soll das Auto ins Ausland überführt werden und muss dafür fahrtüchtig sein.

Autoverkauf ins Ausland, wer beantragt Ausfuhrkennzeichen?

Wer ein Auto ins Ausland verkaufen möchte, beantragt hier das Ausfuhrkennzeichen bei der Zulassungsbehörde. Denn das Fahrzeug wird von hier in das Verkaufsland überführt. Soll ein Fahrzeug aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden, gelten die dortigen Regeln.

Zusammenfassung – das Wichtigste in Kürze

  1. Ein Ausfuhrkennzeichen ist immer dann notwendig, wenn ein Auto dauerhaft ins Ausland überführt werden soll
  2. Die Kosten belaufen sich auf ca. 35 Euro. Es ist zusätzlich eine Versicherung sowie die Abgabe einer Kfz-Steuer notwendig
  3. Eine Überführung ohne gültigen TÜV ist nicht möglich
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