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Fahren ohne Brille: Wann mache ich mich strafbar?

Ab wie viel Dioptrien muss ich beim Autofahren eine Brille tragen?

In vielen Internetforen finden sich Diskussionen zum Thema „Autofahren mit Brille, ab wie viel Dioptrien?“. Die Dioptrien-Werte geben an, wie hoch der Brechwert des Brillenglases sein muss, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Je höher der nötige Brechwert, desto größer die Fehlsichtigkeit. Bei Weitsichtigkeit werden Sammellinsen (positiver Brechwert) zur Korrektur eingesetzt, bei Kurzsichtigkeit Zerstreuungslinsen (negativer Brechwert).

Das ist auch der Grund, warum bei Kurzsichtigkeit eine negative Dioptrienzahl angegeben wird (beispielsweise -0,5 dpt) und bei Weitsichtigkeit eine positive Dioptrienzahl (beispielsweise +1 dpt).

Entscheidend für den Sehhilfe-Vermerk im Führerschein sind die 70 Prozent Sehleistung, die erbracht werden müssen, unabhängig von irgendwelchen Dioptrienwerten.

Wie hoch muss meine Sehstärke (Visus) sein, um Autofahren zu dürfen?

Wird ein bestimmte Sehstärke unterschritten, ist die nötige Fahrtüchtigkeit nicht mehr gegeben. Deshalb gilt die Grenze von 70 Prozent. So hoch muss die Sehstärke – ganz gleich, ob mit oder ohne Brille – sein, damit Sie am Steuer sitzen dürfen.

Wussten Sie schon..?

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Wie erfahre ich, ob ich beim Autofahren eine Brille tragen muss?

Vor dem Erwerb des Führerscheins muss der Augentest absolviert werden. Dann stellt sich heraus, ob eine Brille notwendig ist oder nicht.

Doch die Sehkraft ändert sich im Laufe der Jahre. Viele Autofahrer wissen gar nicht, dass sie jetzt möglicherweise eine Brille brauchen. Es gibt jedoch Anzeichen:

  • Trockene Augen
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Lesen
  • Kurzzeitig verschwommene Bilder bzw. doppelte Bilder
  • Sehprobleme im Dunkeln
  • Häufiges Blinzeln und Zusammenkneifen der Augen

Treffen ein oder gleich mehrere Punkte auf Sie zu, sollten Sie sich einem Augentest unterziehen. Die Überprüfung der Sehkraft führen alle Augenoptiker und Augenärzte durch.

Was passiert, wenn ich die Brille nicht trage und ich dabei erwischt werde?

Es ist einfach nur dumm, trotz Sehschwäche ohne Brille oder Kontaktlinsen Auto zu fahren. Man gefährdet die eigene und die Sicherheit anderer im Straßenverkehr.

Wer bei einer Verkehrskontrolle trotz Sehhilfe-Vermerks im Führerschein (Code 01.01 für Brille und 01.02 Für Kontaktlinsen im Feld 12) ohne Sehhilfe angetroffen wird, muss 25 € Bußgeld bezahlen.

Autofahren ohne Brille in der Probezeit bedeutet übrigens nicht (wie viele Fahranfänger befürchten), dass der Führerschein gleich weg ist. Es handelt sich ja schließlich nur um eine Ordnungswidrigkeit. Allerdings kann die Polizei die Weiterfahrt untersagen. Das gilt für alle Autofahrer ohne erforderliche Sehhilfe.

Was passiert, wenn ich die Brille nicht trage und ich einen Unfall verursache?

Um sehbedingte Unfälle zu vermeiden, sind 70 Prozent Sehleistung vorgeschrieben. Wer beim Augentest diese Sehleistung ohne Sehhilfe nicht schafft, erhält einen entsprechenden Vermerk im Führerschein.

Das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen ist dann beim Autofahren Pflicht. Das Nichttragen stellt lt. § 79 Nr. 9 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) in Verbindung mit § 24 Straßenverkehrsgesetz (StVG) eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einem Verwarngeld von 25 Euro geahndet.

 

Wer einen Unfall verursacht, weil er seine Brille nicht getragen hat, hat je nach Fall vorsätzlich oder fahrlässig den Straßenverkehr gefährdet und damit eine Straftat begangen. Bei einer Verurteilung drohen eine hohe Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren sowie 7 Punkte in Flensburg und der Entzug der Fahrerlaubnis.

Hinzu können Probleme mit der Versicherung kommen. Zwar übernimmt die Haftpflichtversicherung den entstandenen Schaden, allerdings kann der Versicherte mit bis zu 5.000 Euro regresspflichtig gemacht werden, wenn nachgewiesen wird, dass sein Fahren ohne Brille die Gefahr erhöht hat.

Kasko-Versicherten kann es passieren, dass sie wegen grober Fahrlässigkeit den Schaden am eigenen Auto komplett selbst tragen müssen.

Wie oft muss ich meine Sehkraft überprüfen lassen?

Es gibt keine Vorschriften, wie oft die Sehkraft im Laufe eines Autofahrerlebens überprüft werden muss. Wer Brillenträger ist, sucht ohnehin regelmäßig den Augenoptiker auf.

Für alle anderen Autofahrer gilt: Auf die Anzeichen von Sehschwäche achten und regelmäßig zum Augen-TÜV gehen. Augentests werden von allen Augenärzten und Optikern durchgeführt.

Sehschwäche und Führerschein: Welche generellen Regelungen gelten?

Wer seinen Führerschein macht, muss nicht nur nachweisen, dass er ein Auto steuern kann und die Verkehrsregeln beherrscht. Es bedarf zusätzlich der entsprechenden körperlichen Eignung.

Unter § 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung ist vermerkt, dass sich Bewerber um eine Fahrerlaubnis einem Sehtest unterziehen müssen. Dieser Sehtest wird meist von einem Optiker durchgeführt. Die Mindest-Sehschärfe beträgt 70 Prozent.

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