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Wann zur MPU? Und wie ist der Weg zurück zum Führerschein?

Video: Kurzinfo zur MPU

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Die MPU führen amtlich anerkannte Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) durch – das können der TÜV, die Dekra oder die Gesellschaft für Arbeits-, Verkehrs und Umweltsicherheit Avus sein. Sie müssen Ihrer Führerscheinstelle nur mitteilen, bei welcher Stelle Sie die MPU machen. Für einen ersten Überblick rät der ADAC zu einem kostenlosen Informationsabend, den viele Stellen anbieten. Eine Liste von Begutachtungsstellen führt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf ihrer Website.

Wichtig: Das sollten Sie beachten

Sie sind letztlich der Auftraggeber des Gutachtens und tragen die Kosten. Sollten Sie Zweifel am Gutachten haben, ist es sinnvoll dieses von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Denn wenn es aufgrund eines negativen Gutachtens zu einer Versagung der beantragten Fahrerlaubnis kommt, wird diese Versagung bis zu fünfzehn Jahre im Verkehrszentralregister gespeichert. Außerdem bleibt ein negatives Gutachten für die Dauer von zehn Jahren in der Führerscheinakte des Betroffenen. Im Fall der MPU Verjährung kann dies von großer Bedeutung sein. Diese setzt nämlich nach 10 Jahren ein, aber nur dann, wenn während dieser Frist keine Versuche unternommen worden, den Führerschein wiederzuerlangen. Es kann daher im Einzelfall sinnvoll sein, ein negatives Gutachten nicht bei der Fahrerlaubnisbehörde vorzulegen, und stattdessen etwa den Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis unverzüglich zurückzunehmen.

Bei folgenden Verstößen/Delikten wird eine MPU angeordnet

Fast 100.000 Verkehrsteilnehmer mussten laut BASt im Jahr 2011 zur MPU. In mehr als der Hälfte der Fälle war Trunkenheit am Steuer der Anlass. Rund 20 Prozent der MPUs waren die Folge von Drogendelikten. Anderweitig Verkehrsauffällige wie Raser und Drängler machten etwa 16 Prozent der MPU-Betroffenen aus.

 

MPU bei Alkohol und Drogen

  • Ein Verkehrsteilnehmer ist mehrfach durch Trunkenheit am Steuer aufgefallen.
  • Ein Verkehrsteilnehmer nimmt aktiv mit einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,6 Promille an dem Straßenverkehr teil (dies gilt auch für Fahrradfahrer!)
  • Auffälligkeiten im Straßenverkehr im Zusammenhang mit Drogen

 

MPU bei Punktekonto in Flensburg

  • Ein Verkehrsteilnehmer erreicht 8 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg.
  • MPU bei Alkohol und Punkten
  • Kombination aus Trunkenheitsfahrt und zu vielen Punkten

 

Zur MPU bei bestimmten Gegebenheiten

  • Auch bestimmte Straftaten, körperliche Gebrechen oder der Wunsch nach der vorzeitigen Erteilung einer Fahrerlaubnis können dazu führen, dass das Straßenverkehrsamt eine MPU fordert.

Wussten Sie schon…?

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MPU-Reform 2014

Die MPU wird im Volksmund auch Idiotentest genannt. Der Grund: Die MPU hat ein schlechtes Image bei Verkehrssündern. Die Durchfallquote ist zu hoch und der psychologische Test sei willkürlich. Man bekomme eigenartige Fragen gestellt, die mit einer Überprüfung der Fahreignung überhaupt nichts zu tun hätten.

Mit der MPU Reform 2014 wollte man dieser Kritik entgegenwirken

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