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Verkehrspsychologische Beratung: Ablauf, Kosten & Vorbereitung

Für wen ist eine verkehrspsychologische Beratung gedacht?

Die Verkehrspsychologische Beratung kann nur von Fahranfängern, die sich in der Probezeit befinden, in Anspruch genommen werden.

Autofahrer, die sich nicht mehr in der Probezeit befinden, müssen ein sogenanntes Fahreignungsseminar besuchen.

Kann ich mit der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung Punkte abbauen?

Für auffällige Fahranfänger gibt es noch die Möglichkeit der verkehrspsychologischen Beratung (VPB) als Einzelmaßnahme.

  • Damit ist jedoch kein Punkteabbau oder sonstige Strafmilderung verbunden.

Die freiwillige Teilnahme bietet jugendlichen Fahrern die Möglichkeit, Mängel in ihrer Einstellung zum Straßenverkehr und im verkehrssicheren Verhalten zu erkennen und zu beheben.

Die VPB ist sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe: Durch Beratung soll die Bereitschaft entwickelt werden, sich regelkonform und verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. Schließlich können Fahranfänger so künftig Punkte vermeiden und den drohenden Fahrerlaubnisentzug abwenden.

Wussten Sie schon…?

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Wie läuft eine verkehrspsychologische Beratung ab?

Die Beratung wird von speziell ausgebildeten Psychologen nach § 71 FeV durchgeführt.

  • Sie umfasst drei einstündige Einzelgespräche. In diesen werden Probleme erkannt und verkehrssicheres Verhalten gefördert.
  • Je nach Fall, können die Gespräche durch eine Fahrprüfung ergänzt werden.

Am Ende erhält der Teilnehmer eine Bescheinigung zur Vorlage bei der zuständigen Verwaltungsbehörde. Die verkehrspsychologische Beratung wird in der Regel binnen 2 bis 4 Wochen absolviert.

Wie unterscheiden sich eine verkehrspsychologische Beratung und eine MPU?

Die verkehrspsychologische Beratung dient der Vorbereitung auf eine anstehende medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Sie wird – anders als eine MPU – nicht nach dem Entzug des Führerscheins verordnet, sondern vor einem drohenden Einzug des Lappens empfohlen.

Andererseits beweist die Teilnahme an den Beratungssitzungen, dass man an seinem Fehlverhalten arbeiten und dieses verändern möchte, mithilfe der Verhaltensempfehlungen und Strategien, die man im Rahmen der Sitzungen an die Hand bekommen und erlernt hat.

Und das alles schließlich kann die Führerscheinstelle bei drohendem Einzug der Fahrerlaubnis positiv werten. Nicht zu vergessen:

Da es sich anders als bei der MPU um keine Untersuchung, sondern eben um eine Beratung handelt, kann man diese auch folglich weder bestehen noch kann man durchfallen.

Kann eine verkehrspsychologische Beratung außerhalb der Probezeit stattfinden?

Ja, auch nach bestandener Probezeit und bei angeordneter MPU aufgrund schwerwiegender Verkehrsverstöße, können Sie auch als erfahrener Verkehrsteilnehmer freiwillig eine verkehrspsychologische Beratung besuchen.

Was kostet mich eine verkehrspsychologische Beratung?

Die Honorare für Verkehrspsychologen, die verkehrspsychologische Beratungen durchführen, liegen bei knapp 100 Euro pro Stunde.

  • Entsprechend werden für drei Sitzungen rund 300 Euro fällig.

Zusammenfassung – das Wichtigste in Kürze

  1. Eine verkehrspsychologische Beratung wird vor allem Fahranfängern in der Probezeit als Vorbereitung für eine anstehende MPU und als „Nachgang“ zu einem Aufbauseminar empfohlen, wenn diese sich mehrfache A- oder auch B-Verkehrsverstöße geleistet haben.
  2. Auch nach bestandener Probezeit kann eine verkehrspsychologische Beratung als MPU-Vorbereitung besucht werden.
  3. Im Gegensatz zu einer MPU werden bei einer verkehrspsychologischen Beratung Verhaltensempfehlungen ausgesprochen und gemeinsam Strategien entwickelt.
  4. Diese Strategien sollen dabei helfen, das eigene Fehlverhalten im Verkehr zu reflektieren, zu verstehen und zu akzeptieren, nicht mehr zu wiederholen und künftig die Regeln zu akzeptieren.
  5. Die Kosten für eine verkehrspsychologische Beratung liegen bei rund 300 Euro.
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