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Einspruch gegen ein Fahrverbot: Wie & wann lohnt es sich?

Welche Chancen habe ich bei einem Einspruch gegen ein Fahrverbot?

Die Chancen eines Einspruchs lassen sich nicht pauschal bewerten und hängen vom konkreten Einzelfall und dem Vergehen ab.

Liegt zum Beispiel eine Geschwindigkeitsüberschreitung vor, könnte eine ungenaue Messmethode bemängelt werden. Auch bei einem Augenblicksversagen kann ein Einspruch Wirkung zeigen.

Grundsätzlich ist es unwahrscheinlich, dass ein Fahrverbot gänzlich zurückgenommen wird. Es gibt allerdings sogenannte Härtefälle, bei denen das Fahrverbot in eine Geldstrafe umgewandelt wird.

Diese Möglichkeit besteht immer dann, wenn durch das Fahrverbot die berufliche Existenz gefährdet ist. Um einen Härtefall geltend zu machen, muss allerdings eine stichhaltige Argumentation, die am besten mit einem Anwalt erarbeitet wird, vorgetragen werden.

Welche Fristen sind bei einem Einspruch gegen ein Fahrverbot zu beachten?

Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber vor, dass Sie gegen jeden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen können. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg oder um ein Fahrverbot handelt. Das Recht auf Einspruch gibt es immer.

Dabei ist es lediglich wichtig, auf die geltenden Fristen zu achten. Der Einspruch gegen ein Fahrverbot muss schriftlich und innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Bescheids erfolgen. Andernfalls haben Sie Ihr Einspruchsrecht verwirkt.

Ist die Frist erst einmal verpasst worden, können Sie nur unter sehr speziellen Umständen noch tätig werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie die Frist durch einen Urlaub oder einen Krankenhausaufenthalt ohne Ihre Schuld versäumt haben. Dann können Sie einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellen.

Einspruch gegen Bußgeldbescheid mit Fahrverbot – wie mache ich das?

Liegt Ihnen der Bußgeldbescheid vor, so beginnt nun die Frist von zwei Wochen. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie schriftlich Einspruch einlegen und Ihre Sichtweise präsentieren. Formulieren Sie dafür Ihren Einspruch und legen Sie dabei die passenden Gründe dar. Das Schreiben senden Sie der zuständigen Behörde zu.

Für einen erfolgreichen Einspruch empfiehlt es sich, auf den Rat eines erfahrenen Verkehrsanwalts zu vertrauen.

Musterschreiben Einspruch gegen Bußgeldbescheid mit Fahrverbot

Ihre Anschrift

 

Anschrift der Behörde

 

Ort, Datum

 

Betreff: Einspruch [Aktenzeichen oder sonstige Nummer, mit der Ihr Fall identifizierbar wird]

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

hiermit lege ich Einspruch ein gegen den Bußgeldbescheid [Aktenzeichen] vom [Datum]. Ich begründe dies mit den folgenden Punkten:

[Erläutern Sie Ihre Gründe]

 

Mit freundlichen Grüßen

 

[Unterschrift]

Wussten Sie schon..?

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