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Strafzettel aus Italien erhalten?

Muss ich den Strafzettel aus Italien bezahlen?

Auch wenn der Urlaub schon lange vorbei ist und ein Bußgeldbescheid eine Erinnerung daran ist, die Sie gerne aus dem Gedächtnis verbannen würden, sollten Sie Strafzettel aus Italien nicht gänzlich ignorieren.

In jedem Fall aber sollten Sie Möglichkeiten des Einspruchs prüfen:

  • Wurde der Bußgeldbescheid bzw. die wichtigsten Teilen davon ins Deutsche übersetzt?.
  • Können Sie wirklich verstehen, was Ihnen vorgeworfen wird?
  • Wurden Sie in dem Bescheid darauf hingewiesen, wie Sie dagegen Einspruch erheben können?
  • Haben Sie den Bescheid von einem privaten Inkassounternehmen erhalten?
  • Liegt ein Foto bei, das den Fahrer beim Vergehen eindeutig identifiziert?

Können Sie mindestens eine dieser Fragen mit NEIN beantworten, bestehen gute Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch gegen einen Strafzettel und Bußgeldbescheid aus Italien.

Denn die EU-Geldbußenvollstreckung sieht vor, dass Bußgelder, die bei oder über dem Bagatellbetrag von 70 Euro liegen – wobei hier bereits die Verfahrenskosten berücksichtigt sind – im EU-Ausland vollstreckt werden können.

Wie wir oben bereits gesehen haben, liegen die Bußgelder für praktisch alle Verkehrsverstöße in Italien über diesem Betrag, wonach Sie im Grunde nicht umher kommen, einen italienischen Strafzettel auch in Deutschland zu bezahlen.

Wann verjährt ein Strafzettel aus Italien?

Bußgeldbescheide aus Italien verjähren  in zweierlei Maßen:

  • die Verfolgungsverjährung bezieht sich auf die Zustellung des Bescheids. Dieser muss den Verkehrssünder spätestens 360 Tage nach dem Verstoß erreichen. Geschieht dies nicht, kann man diesem Bescheid mit Hinweis auf die Verjährung widersprechen.
  • die Vollstreckungsverjährung meint, dass italienische Behörden beginnend  mit dem Tag der fristgerechten Zustellung eines (damit rechtskräftigen) Bescheids, fünf Jahre Zeit haben, ihren Anspruch geltend zu machen.

Wussten Sie schon…?

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