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Abstandsmessung: Wann lohnt sich der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid wegen Abstand?

Einspruch Abstands­messung Bußgeldbescheid: Wann macht das Sinn?

Es lässt sich nicht pauschal beurteilen, ob ein Einspruch Sinn macht. Schließlich müssen Sie immer glaubwürdig nachweisen, dass von Seiten der Behörde oder der Polizei Fehler gemacht wurden.

Gerade bei der Abstandsmessung gibt es allerdings durchaus Fehlerpotential, welches einen Einspruch gegen ein Bußgeld sinnvoll erscheinen lässt.

So kann zum Beispiel das Personal bei der Polizei nicht geschult gewesen sein und Sie können Schulungsnachweise verlangen. Ebenso kann die Eichung des Messgerätes angezweifelt werden.

Neben möglichen Messfehlern können Sie auch dichten Verkehr oder plötzliche Bremsmanöver anderer Verkehrsteilnehmer als Grund anführen.

Inwiefern die einzelnen Punkte in Ihrem Fall erfolgversprechend sein könnten, sollten Sie idealerweise mit einem Verkehrsanwalt besprechen. Dieser kann einschätzen, ob sich ein Einspruch lohnt.

Macht es einen Unterschied, ob innerorts oder außerorts gemessen wurde?

Natürlich sind die Vorschriften für den korrekten Abstand innerorts oder außerorts unterschiedlich.

Innerorts braucht es 15 Meter bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Außerorts kann der halbe Tachowert als Orientierung dienen.

Auch bei den möglichen Bußgeldern liegen Unterschiede vor. Diese fallen aufgrund der erhöhten Gefahrenlage innerorts immer höher aus.

Für den Einspruch im Allgemeinen macht es allerdings keinen Unterschied, ob die Abstands­messung innerorts oder außerorts durchgeführt wurde.

Wussten Sie schon…?

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Kann ich ohne Angabe von Gründen Einspruch gegen einen Bußgeld­bescheid wegen Abstandsmessung einlegen?

Wenn Sie Einspruch einlegen, besteht keine Verpflichtung, Gründe dafür anzugeben. Allerdings werden Sie ohne eine stichhaltige Begründung kaum Aussicht auf Erfolg haben, weshalb Ihre Argumentation einen zentralen Bestandteil Ihres Einspruchs darstellt.

Einspruch gegen die Abstandsmessung: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Der Einspruch an sich kostet nichts und gehört zu Ihren Rechten als Autofahrer. Es entstehen allerdings Kosten, wenn der Fall von der Behörde an ein Gericht weitergeleitet wird.

Fällt das Urteil negativ für Sie aus, müssen Sie in der Regel ungefähr 10 Prozent des Bußgeldes für die Gerichtskosten aufbringen. Wird Ihrem Einspruch stattgegeben, müssen Sie nichts zahlen.

Zusätzlich sollten Sie die Kosten für einen Anwalt im Blick haben. Gerade bei komplexeren Sachverhalten erhöht sich Ihre Chance auf einen erfolgreichen Einspruch enorm mit der Hilfe eines Anwalts. Die genauen Preise erfragen Sie in diesem Fall am besten direkt beim Anwalt.

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