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Wie kann ich mich optimal auf die MPU vorbereiten?

Ist eine MPU-Vorbereitung überhaupt notwendig?

Anlass und Fragestellungen der MPU sind individuell unterschiedlich. Es gibt daher kein „Geheimrezept“ der Vorbereitung auf die Prüfung. Es gibt auch keine „guten“ Begutachtungs­stellen, bei denen es leichter ist, ein positives Gutachten zu bekommen.

Ob Sie sich mit professioneller Hilfe auf die Untersuchung vorbereiten, bleibt Ihnen überlassen. Es steht allerdings fest, dass deutlich mehr Teilnehmer den Test bestehen, wenn sie eine solche Hilfe in Anspruch genommen haben. Die Vorbereitung muss zwar aus eigener Tasche bezahlt werden, könnte sich im Ergebnis aber lohnen. Das gilt vor allem, weil eine nicht bestandene MPU zwar wiederholt werden kann, dann aber auch erneut bezahlt werden muss.

Ganz allgemein gilt: Setzen Sie sich mit Ihrem eigenen Verhalten kritisch auseinander. Es kommt auf die Aufarbeitung der Problematik durch den Betroffenen an, nicht auf das Wohlwollen des Gutachters. Sie sollten daher keinesfalls die Schuld auf andere schieben und sich als Opfer darstellen.

MPU-Vorbereitung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Neben kostenlosen MPU Vorbereitungsmaterialien online können sich auch professionelle Hilfe für die Vorbereitung auf die MPU holen. Verkehrspsychologen zufolge kann eine individuelle Verkehrstherapie die Erfolgsaussicht bei der Prüfung auf 90 Prozent erhöhen.

Eine solche Vorbereitung können Sie auf ganz unterschiedlichen Wegen angehen:

  1. Informationsabende: Viele Beratungsstellen bieten Informationsabende an, bei denen Ihnen nicht nur erklärt wird, welche Beratungsangebote es gibt, sondern auch wie viel diese kosten. Gleichzeitig lernen Sie die Beratungsstelle kennen und können deren Seriosität besser einschätzen.
  2. Gruppenkurse: In Gruppenkursen werden Sie zusammen mit mehreren anderen Teilnehmern auf die MPU vorbereitet. Oftmals gibt es auch Kurse für spezielle Problemfelder wie zum Beispiel Alkohol oder Drogen am Steuer. Mit manchen dieser Kurse kann sogar eine mögliche Sperrzeit verkürzt werden.
  3. Hilfe vom Psychologen: Beim Psychologen können Sie sich in einem umfassenden Einzelgespräch über alles Wichtige informieren. Auch der Psychologe wird in dem Gespräch mehr über Sie und Ihren Fall erfahren, Ihnen eine Einschätzung mitteilen und Ihnen weitere Handlungs­empfehlungen geben. Zwar ist eine solche Beratung nicht ganz billig, doch gerade wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie die MPU-Vorbereitung angehen sollen, ist der Psychologe eine gute Anlaufstelle.

Und: Wenn’s beim ersten Mal nicht klappt – die MPU kann beliebig oft wiederholt werden.

Wussten Sie schon…?

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Welche Fragen werden in einer MPU-Vorbereitung gestellt?

Die Fragen während der MPU-Vorbereitung sollen Sie natürlich mit der realen Situation während der Untersuchung vertraut machen. Deshalb werden die Fragen gestellt, die Sie auch später beantworten werden müssen.

 

Diese Fragen könnten wie folgt lauten:

  • Warum ist es zur Tat/zum Verstoß gekommen?
  • Warum werden Sie sich jetzt anders verhalten?
  • Wie können Sie einen Rückfall in alte Verhaltensmuster vermeiden?

Die Fragen können natürlich variieren und folgen keinem Schema F. Das Gespräch dreht sich aber stets um Ihr in der Vergangenheit mangelhaftes Verhalten und wie Sie dies zukünftig verbessern können.

Es können zudem einige scheinbar unwichtige Fangfragen gestellt werden – zum Beispiel wie lange Sie schon den Führerschein besitzen. Wissen Sie dies nicht genau, folgert der Gutachter daraus, dass Sie sich nicht ernsthaft genug mit der MPU auseinandergesetzt haben.

Welche MPU-Vorbereitung wird anerkannt?

Eine professionelle MPU-Vorbereitung kann zwar ratsam sein, ist aber nicht verpflichtend. Deshalb braucht es auch keinen anerkannten Nachweis über eine mögliche Vorbereitung, um die MPU zu absolvieren.

Wann sollte ich mit einer MPU-Vorbereitung beginnen?

Grundsätzlich sollten Sie die MPU-Vorbereitung sofort beginnen, wenn Sie darüber informiert wurden, dass eine MPU angeordnet wurde. So haben Sie lange genug Zeit, sich die passenden Beratungsangebote auszusuchen und diese vollumfänglich wahrzunehmen.

Kann ich die MPU mit einer Vorbereitung auf Anhieb bestehen?

Sie können die MPU sowohl mit als auch ohne Vorbereitung bestehen. Allerdings ist das Bestehen ohne Vorbereitung durchaus schwierig, weshalb es sinnvoll sein kann, sich über mögliche Beratungsangebote zu informieren.

Allerdings gibt es auch mit der Vorbereitung keine Gewissheit über das Bestehen. Sie sollten deshalb von Anbietern Abstand nehmen, die von einer Garantie oder eine 100%-Quote sprechen.

Verlangt ein Gutachter den Nachweis einer MPU-Vorbereitung?

Es wird kein Nachweis einer MPU-Vorbereitung verlangt oder als Voraussetzung für die MPU gefordert. Dennoch kann es einen guten Eindruck machen, wenn Sie eine MPU-Vorbereitung nachweisen können. Sie zeigen damit, dass Sie den Test ernstnehmen.

Weitere Fragen & Antworten

Leider gibt es auf dem Markt der MPU-Vorbereitung auch viele schwarze Schafe. Psychologen sollten in jedem Fall auf verkehrspsychologische Anwendungsgebiete spezialisiert sein. Auch die Kosten sollten bereits im Vorfeld transparent kommuniziert werden.

Zudem sollte eine Beratungsstelle Sie dazu anhalten, sich mit Ihrem Verhalten ehrlich auseinanderzusetzen, statt Antworten auswendig zu lernen, die den Gutachter überzeugen soll. Auch Garantien sollten nie ausgesprochen werden.

So gehen Sie vor:

Wie so oft im Leben gilt auch bei der MPU: Vorbereitung ist alles.

  1. Bereiten Sie sich so früh wie möglich vor. Reflektieren Sie Ihr Verhalten und finden Sie Lösungen für Ihre Problematik. Ein Gutachter wird Ihnen nicht glauben, dass Sie sich von heute auf morgen ändern können.
  2. Machen Sie ein Alkoholscreening, das deutlich zeigt, wie lange Sie schon ohne Alkohol leben.
  3. Nehmen Sie an einem Beratungsgespräch teil. Auskunft über seriöse Beratungsstellen erhalten Sie bei Ihrer Führerscheinstelle.
  4. Spielen Sie mögliche Gesprächsszenarien durch. Legen Sie sich eine stichhaltige Argumentationskette zurecht und machen Sie damit Ihre veränderte Sichtweise auf Ihr früheres Verhalten deutlich.
  5. Die MPU ist nicht nur ein Test, ob man sich verändert hat: Bei der MPU wird der Charakter auf die Eignung für den Straßenverkehr geprüft.
  6. Auf jeden Fall müssen Sie sich mit Ihrem Fehlverhalten auseinandersetzen und überzeugend darstellen, wieso Sie Ihr Verhalten in Zukunft ändern wollen.
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